Antigewalttherapie - Das konzept

Warum "Therapie" und
nicht "Training"

Wir sind der festen Überzeugung, dass es die Erfolgsaussichten für ein dauerhaftes Ausbleiben von Gewalt und Impulskontrollverlust nötig ist, die Ursachen zu analysieren, zu bearbeiten und innerhalb eines therapeutischen Rahmens zu verändern.

„Training“ hingegen möchte eine dauerhafte „Kontrolle“ erreichen. Die Gefahr einer Rückfälligkeit in bekannte, gewalttätige Muster ist um ein Vielfaches höher.

Der Ursprung und die Auslöser von Gewalt sind zwei getrennte Entitäten, die auch vollkommen unterschiedlich betrachtet werden sollten. Häufig sind es erlittene Traumata in der Kindheit oder späterer Lebensphasen, welche die Quelle von Aggression und Wut anlegen. Häufig sind starke Verlust- oder Verlassensängste ursprünglich für ein extremes Aktions- und Aggressionspotenzial.
 
Durch gezieltes Aufspüren und Auflösen traumatischer Situationen, können sehr oft die Quellen der Aggressionsentstehung und die damit verbundenen und verknüpften Verhaltensmuster aufgelöst werden. Die alten Verhaltensmuster können durch neue, nunmehr adäquate Muster ersetzt und erprobt werden.

Die Therapieeinheiten

Therapieeinheiten Phase 1

Die Antigewalttherapie besteht aus 10 Therapieeinheiten à 1h
mit einem Bezugstherapeuten.
Die Einheiten sind als Einzelsitzungen konzipiert und zielen auf
das Erkennen und Verändern aggressiver Prozesse und regelhafter Muster ab.

Therapieeinheiten Phase 2

Weitere 5 Einheiten entfallen auf Interventionen in einer Kleingruppe.
Hier kommt ein weiterer Therapeut oder ein Sportpädagoge hinzu.
Erlebnistherapeutische Elemente und Intervention in Kombination dienen zur
Findung und Stärkung spezifischer, persönlicher Ressourcen und Fähigkeiten.
Diese Einheiten finden in einem unserer erlebnistherapeutischen Zentren statt.

Die Therapiedauer

Zeitraum einer Antigewalttherapie: 2-4 Monate