Unsere Methode

Der Methodenrahmen

Das Konzept der Antigewalttherapie besteht aus zwei großen Stützpfeilern, die sich in der Aufteilung
der Therapiezeit und der beteiligten Personen widerspiegeln.

Die Therapie orientiert sich an kognitiv-erfahrungsbasierten und erlebnistherapeutischen 
Methoden und bindet neben Kommunikationstraining, Vertrauens-, Konfrontations- und
Strategieübungen auch Entspannungsübungen, wie Autogenes Training oder progressive
Muskelrelaxation zur besseren Körperwahrnehmung ein.

Interventions- & Therapiemethoden

  • Traumatherapeutische Verfahren, z. B. EMDR
  • Systemische Therapie z.B. TimeLine-Therapie, Systemaufstellungen 
  • Hypnotherapeutische, aufdeckende Verfahren
  • Analytische, tiefenpsychologische Verfahren (KIP)
  • Distanzierungsverfahren, z.B. Reframing-Techniken
  • Provokative Therapie
  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Erlebnistherapeutische Intervention

Standardinhalte und Zieldefinitionen

  • Bewusstmachung des Opferleids und der Opfersituation
  • Opferbriefe, -filme, -aufsätze zur
  • Distanzierungsbrief an die Gewalt verherrlichende Gruppe. Rollenspiele und Wahrnehmungspositionswechsel
  • Analyse und therapeutisches Auffinden der Aggressionsanker und -Ursprünge, bzw. der Reaktionsmuster und Glaubenssätze.
  • Auflösen der ursprünglichen Auslöser und Reaktionsketten- bzw. -Muster.
  • Finden positiver Ressourcen (Vertrauen in Andere, Vertrauen in die eigenen, alternativen Fähigkeiten, Stärkung eines anderen Selbstbilds
  • Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins
  • Finden neuer, anderer und friedlicher Reaktionsmuster
  • Verankerung dieser Reaktionsmuster
  • Erproben neuer Strategien in der Simulation und im Alltag

Die Therapieeinheiten

Therapieeinheiten Phase 1

Die Antigewalttherapie besteht aus 10 Therapieeinheiten à 1h
mit einem Bezugstherapeuten.
Die Einheiten sind als Einzelsitzungen konzipiert und zielen auf
das Erkennen und Verändern aggressiver Prozesse und regelhafter Muster ab.

Therapieeinheiten Phase 2

Weitere 5 Einheiten entfallen auf Interventionen in einer Kleingruppe.
Hier kommt ein weiterer Therapeut oder ein Sportpädagoge hinzu.
Erlebnistherapeutische Elemente und Intervention in Kombination dienen zur
Findung und Stärkung spezifischer, persönlicher Ressourcen und Fähigkeiten.
Diese Einheiten finden in einem unserer erlebnistherapeutischen Zentren statt.