Zielgruppen

Wer darf Teilnehmen?

Grundsätzlich darf sich Jeder für eine AntiGewaltTherapie anmelden.

Zielgruppe des AGTs sind Jugendliche und junge Erwachsene, deren gewalttätiges Verhalten häufig bereits mehrfach zu gerichtlichen Verurteilungen wegen Köperverletzung o.Ä.
(siehe § 10 JGG, § 17 JGG in Verb. § 21 oder § 57 JGG) geführt hat. Die Teilnehmer sollten kognitiv und sprachlich dem Programm folgen können und dürfen akut nicht Drogen oder Alkohol abhängig sein.

Das AGT ist im Bereich tertiärer Prävention, bei der Bewährungs- und Jugendgerichtshilfe, beim § 10 Jugendgerichtsgesetz und im Strafvollzug anzusiedeln“. Der Einstieg in die Therapie/ das Training als „Muss“ – wird als sekundäre Einstiegsmotivation akzeptiert. Diese soll durch eine spannende Therapie- und Trainingsgestaltung beim Probanden innerhalb von etwa vier Wochen in eine primäre Teilnahmemotivation gewandelt werden.

Zusätzlich finden Menschen mit hoher impulsiver Spannung und Neigung zu aggressiven Ausbrüchen bis hin zur körperlichen Gewalt, Hilfe und therapeutische Unterstützung – z. B.  Beteiligte häuslicher Gewaltausbrüche.

Antigewalttherapie für Jugendliche

Die AGT ist für weibliche und männliche Jugendliche geeignet,
  • die körperliche und psychiosoziale Gewalt gegen andere Personen ausgeübt haben,
  • die mindestens 16 Jahre alt sind und
  • sich mit ihrem Verhalten auseinandersetzen wollen
  • oder sollen

Antigewalttherapie für Erwachsene

Die AGT ist für weibliche und männliche Erwachsene geeignet,
  • die körperliche und psychiosoziale Gewalt gegen andere Personen ausgeübt haben,
  • die häusliche Gewalt gegen ihre Partner(innen) ausgeübt haben,
  • die mindestens 21 Jahre alt sind und
  • sich mit ihrem Verhalten auseinandersetzen wollen
  • oder sollen

Warum "Therapie" und nicht "Training"

Wir sind der festen Überzeugung, dass es die Erfolgsaussichten für ein dauerhaftes Ausbleiben von Gewalt und Impulskontrollverlust nötig ist, die Ursachen zu analysieren, zu bearbeiten und innerhalb eines therapeutischen Rahmens zu verändern.

„Training“ hingegen möchte eine dauerhafte „Kontrolle“ erreichen. Die Gefahr einer Rückfälligkeit in bekannte, gewalttätige Muster ist um ein Vielfaches höher.

Der Ursprung und die Auslöser von Gewalt sind zwei getrennte Entitäten, die auch vollkommen unterschiedlich betrachtet werden sollten. Häufig sind es erlittene Traumata in der Kindheit oder späterer Lebensphasen, welche die Quelle von Aggression und Wut anlegen. Häufig sind starke Verlust- oder Verlassensängste ursprünglich für ein extremes Aktions- und Aggressionspotenzial.
 
Durch gezieltes Aufspüren und Auflösen traumatischer Situationen, können sehr oft die Quellen der Aggressionsentstehung und die damit verbundenen und verknüpften Verhaltensmuster aufgelöst werden. Die alten Verhaltensmuster können durch neue, nunmehr adäquate Muster ersetzt und erprobt werden.

THERAPEUTISCHE
EINZELSESSIONS

Gewaltmuster und Auslöser erkennen, bearbeiten und verändern.

ANTIGEWALTTHERAPIE
IN AKTION

Eine Kombination aus intensiver, persönlicher psychotherapeutischer ...