Berufliche Weiterqualifizierung für pädagogische/sozialpädagogische Fachkräfte
Der Umgang mit gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen stellt Fachkräfte in schulischen und pädagogischen Einrichtungen zunehmend vor Herausforderungen: Wie sollen sie damit umgehen, wenn Grenzen ständig überschritten werden?
Wie können sie Unterstützung anbieten, um Impulskontrollverluste zu vermeiden, bzw. negative Energieausbrüche
dauerhaft in andere Bahnen zu lenken?
Wir sind der Überzeugung, dass eine bloße Kontrolle von Aggression nicht auf Dauer funktionieren kann – deshalb zielen unsere therapeutischen Interventionen auf das Aufspüren, Verstehen und Beheben der Ursachen von Angst,
Aggression und gewalttätiger Konsequenz.
In unserem Fortbildungskonzept bündeln wir wirksame Ansätze aus der Gewaltprävention und Psychotherapie,
um Fachpersonal mit Handlungsstrategien auszurüsten und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben,
die echte Veränderung bewirken.
(Voraussetzung ist die Ausbildung zum Antigewalt-Trainer oder eine vergleichbare Vorbildung)
Sie haben noch Fragen? Bitte nehmen Sie einfach unverbindlichen Kontakt zu uns auf!
Zeitaufwand & Kosten
Basisausbildung Antigewalt-Präventionstrainer
Unser Basiskurs umfasst insgesamt 32 Stunden, verteilt auf vier Tage.
Investition: Euro 550,-
Aufbaumodul:
Antigewalt-Coach
Für alle, die sich tiefer und noch umfassender in diese Thematik einarbeiten möchten haben wir die weiterführende Qualifizierung zum Antigewalt-Coach konzipiert. Diese Ausbildung umfasst 96 Stunden, also 12 Seminartage. Darüber hinaus sollten Sie Zeit für Vorbereitung, Übung und Reflexion einplanen.
Investition: Euro 1650,-
- Sozialpädagogen und pädagogische Fachkräfte aus
- Schulen und Kindergärten
- Jugendarbeit
- Sozialen Diensten
- Jugendgerichtshilfe
- Kinder- und Jugendpsychiatrie
- Bewährungshilfe und Strafvollzug
Zieldefinition
Im ersten Step bilden wir unsere Teilnehmer zum Antigewalt-Präventionstrainer aus. Weiterführend kann eine umfassende Ausbildung zum Systemischen Antigewalt-Coach angeschlossen werden. Dabei spannen wir den inhaltlichen Bogen von persönlicher Kompetenzerweiterung bis zur Organisationsentwicklung. Wir stärken Fachwissen und
Sicherheit und vermitteln natürlich eine umfangreiche Interventionspalette, um adäquat
auf Phänomene gewalttätigen Verhaltens zu reagieren.
Didaktisch setzen wir auf den Wechsel von theoretischem Input, Reflexion und praktischen Einheiten. Praxisnähe und ein hohes Maß an Selbsterfahrung sind uns besonders wichtig.
Die erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Zertifikat bestätigt.
Themen
- Handlungstheoretische Zusammenhänge (Erklärungszusammenhänge von Gewalt, individuelle aktive und passive Gewalterfahrung, Auseinandersetzung mit Bedürfnissen, Gefühlen und Interessen von gewaltbereiten Personen)
- Grundlagen der systemischen Arbeitsmethodik
- Organisationsentwicklung (Analyse krisen- und gewaltfördernder Aspekte in Institutionen, Entwicklung eines Institutionellen Interventionskonzepts, Transfer der erlernten Methoden in den pädagogischen Alltag)
- Training von Methoden und Techniken (Konfrontation, Deeskalation, Interaktionspädagogische Übungen, Theaterpädagogik, Psychodrama, Körperarbeit, Körpersprache, Erlebnispädagogik, Biographiearbeit, Methoden zur Grenzziehung im Alltag, konfrontative Gesprächsführung, Interaktionspädagogische Übungen und Spiele)
Vorraussetzung
- Pädagogische oder therapeutische Grundausbildung
- in der Regel zwei- bis dreijährige Berufserfahrung
- Bereitschaft zur Selbsterfahrung
- humanistisches Menschenbild
- Flexibilität und Energie
Interventions- und Coachingmethoden
- Einblick in traumatherapeutische Interventionstechniken, z. B. EMDR
- Systemische Verfahren z.B. Time-Line-Therapie, Systemaufstellungen und Visualisierungen
- Grundlagen der Mediation und Mediationsverfahren
- Hypnotherapeutische, aufdeckende Verfahren
- Imaginatives Arbeits-Verfahren (KIP)
- Distanzierungsverfahren, z.B. Reframing-Techniken
- Provokative Interventionsformate
- Kognitive Verhaltensintervention
- Erlebnistherapeutische Intervention
Methodenrahmen
Das Konzept der Antigewalttherapie orientiert sich an kognitiv-erfahrungsbasierten und erlebnistherapeutischen Methoden und bindet neben Kommunikationstraining, Vertrauens-, Konfrontations- und Strategieübungen auch Entspannungsübungen, wie Autogenes
Training oder progressive Muskelrelaxation zur besseren Körperwahrnehmung, ein.
Ihr Ansprechpartner für Fortbildungen und Seminare:



